02.02.2021
Arbeitsmarkt, Beratung, Employer Branding

Die Top-Recruiting-Trends 2021

Während man im Recruiting die Aufmerksamkeit im letzten Jahr mehr auf das Employer Branding richtete, wird der Fokus im neuen Jahr auf der Digitalisierung liegen. Welche Recruiting-Trends werden den Erfolg Ihrer Personalsuche im Jahr 2021 bestimmen? Wir haben für Sie die wichtigsten Prognosen zusammengestellt und zeigen Ihnen, wo Sie mit Ihrem Unternehmen am besten ansetzen können.

 

1. Video Recruiting
2. Remote Work
3. KI Support
4. Diversity Recruiting / Multi-Generation Workforce
5. Talent Pools

 

1. Video Recruiting

Videointerviews werden zum Standard, zumindest für Erstgespräche. Technische Lösungen zur Durchführung eines Vorstellungsgesprächs sind heute in der Personalauswahl bereits an der Tagesordnung. Viele unserer Klienten stellen bereits kontakt- und risikolos per Videointerview ein. Neue Technologien sind nahtlos in Bewerbermanagementsysteme eingebunden und können den Recruiting-Prozess rationalisieren. Dadurch sparen sich beide Seiten viel Zeit und Aufwand. Nutzen Sie die Möglichkeiten der Video-Plattformen, um Ihre Arbeitgebermarke mit multimedialen Bildschirmpräsentationen im Gespräch hervorzuheben und Dokumente unkompliziert auszutauschen. Digitale Assessments können zudem sinnvoll sein, um die Passung eines potenziellen Kandidaten eingehend zu prüfen. Bewerber werden den für sie einfacheren, beschleunigten Teil des Bewerbungsprozesses zu schätzen wissen, da lange Reisezeiten entfallen und kein zusätzlicher Urlaubstag für den Termin in Anspruch genommen werden muss.

 

2. Remote Work

Seit Arbeitgeber versuchen, ihre Mitarbeiter bestmöglich vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen, ist das Home Office zu einem unverzichtbaren Bestandteil für einen sicheren Arbeitsalltag geworden. Inzwischen wollen viele Bewerber auf die Vorteile dieses Arbeitsmodells nicht mehr verzichten und setzen dieses sogar als selbstverständlich voraus. Vor allem in der IT-Branche wird das in Zukunft die Regel und nicht mehr die Ausnahme sein. Darüber sind sich die meisten Experten einig. Der IT-Verband Bitkom rechnet damit, dass nach der Pandemie 35 Prozent aller erwerbstätigen Deutschen zumindest einen Teil der Woche zu Hause arbeiten werden. Das sind doppelt so viele wie zuletzt vor Corona. Für ein erfolgreiches Recruiting lohnt es sich daher, Home Office als wesentliches Element im Employer Branding zu implementieren.

 

3. KI Support

Künstliche Intelligenz erfreut sich zunehmender Beliebtheit als Instrument für den modernen Recruiting-Prozess. Sie hilft Personalentscheidern, effizienter zu arbeiten und sich auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren. Für die Vorauswahl lesen KI-Tools die Qualifikationen der Bewerber aus und vergleichen sie mit den Anforderungen der ausgeschriebenen Stelle. Sie empfehlen Maßnahmen für das weitere Vorgehen, etwa eine detaillierte Begutachtung durch einen Personalverantwortlichen, die Überführung in einen Talent Pool oder die Berücksichtigung des Bewerbers für eine andere Position. Auf Wunsch koordiniert die HR-Software auch automatisch Termine für Vorstellungsgespräche und lädt Kandidaten ein. Vesterling setzt KI bereits seit mehreren Jahren erfolgreich für die Klassifizierung und Vorselektion von Kandidaten ein.

 

4. Diversity Recruiting / Multi-Generation Workforce

Es werden mehr jüngere Mitarbeiter unter 30 Jahren und ältere Arbeitnehmer über 45 Jahren eingestellt. Das ist bei einem engen Bewerbermarkt verständlich und wurde schon vor Jahren vorausgesagt. Inzwischen ist der Trend jedoch sehr ausgeprägt. Die Altersvielfalt in der Belegschaft hat ihre Wurzeln im demografischen Wandel. Durch das Ausscheiden der Babyboomer und den Eintritt der Generation Z in die Arbeitswelt erhalten bislang unterrepräsentierte Altersgruppen einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt und die Altersunterschiede in den Unternehmen nehmen zu. Dadurch treffen auch unterschiedliche Interessen und Herangehensweisen der Altersgruppen aufeinander. Das bietet Chancen für neue Ideen. Laut der Studie Global Talent Trends 2020 von LinkedIn haben 56 % der Unternehmen ihre Recruiting-Prozesse kürzlich aktualisiert, um alle Altersgruppen optimal anzusprechen.

 

5. Talent Pools

Talent Pools sind für Unternehmen unverzichtbar geworden. Sie bieten eine Talentreserve für effizientes Recruiting, insbesondere für mittelständische Unternehmen und Konzerne. Gute Kandidaten, deren Passung für die eine ausgeschriebene Stelle nicht ausreichte, oder interessante Initiativbewerber und ehemalige Werkstudenten kommen in Frage. Wo der Aufbau eines Talent Pools aus Datenschutzgründen nicht möglich ist, können Online-Plattformen und Datenbanken von externen Dienstleistern genutzt werden. Vesterling beispielsweise unterhält einen aktuellen Pool von über 200.000 Kandidaten.

 

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