30.01.2020
Arbeitsmarkt, Beratung, Employer Branding

Die Top-Recruiting-Trends 2020

Was können wir im Jahr 2020 erwarten? Im neuen Jahrzehnt werden Recruiting-Technologien stärker zum Zug kommen und die Budgets für die Personalbeschaffung werden steigen. Diese 8 Trends werden das Recruiting 2020 im Wesentlichen prägen:

 

1. Chatbots erleben im Recruiting den Durchbruch
2. Blockchain zur Verifizierung von Bewerberdaten
3. Green Recruiting überzeugt Young Professionals
4. Virtual Reality erweitert Employer Branding
5. Künstliche Intelligenz im HR wird Mainstream
6. Mehr Budget für Recruiting
7. Hinwendung zu externen IT-Recruiting-Spezialisten
8. Fachkräftemangel in Recruiting-Abteilungen

 

1. Chatbots erleben im Recruiting den Durchbruch

Im Jahr 2020 werden Chat-Angebote häufiger auf Bewerbungs- und Karriereseiten zu sehen sein. Als digitale Assistenten übernehmen sie Routineaufgaben von Personalern und machen so den Bewerbungsprozess effizienter. Sie erfassen Bewerberdaten, fordern fehlende Informationen an und übertragen die Daten nahtlos in ein Bewerbermanagementsystem. Sie sind auch in der Lage, einfache Anfragen zu beantworten, Termine für Vorstellungsgespräche zu vereinbaren oder den Kandidaten die Schritte im Bewerbungsprozess zu erklären. Die Akzeptanz der Chat-Angebote durch die Benutzer ist hoch. In einer Umfrage entschieden sich 86 Prozent für den Bot, als sie zwischen ihm und dem Ausfüllen eines Formulars wählen durften.

 

2. Blockchain zur Verifizierung von Bewerberdaten

Bislang wird Blockchain meist mit Finanztransaktionen in Verbindung gebracht, doch es kann auch der nächste Meilenstein bei der digitalen Transformation im Recruiting sein. Blockchain hält den Datenaustausch lückenlos und unveränderbar fest. 2020 werden sich die Umwälzungen anbahnen: Erste Unternehmen richten sich eigene Blockchains ein, um Bewerbungsverfahren bis hin zur Unterzeichnung des Arbeitsvertrages abzusichern. Dadurch können Recruitingprozesse vereinfacht und verifiziert werden. Studienabschlüsse, Weiterbildungen und Qualifikationen sowie frühere Beschäftigungsverhältnisse lassen sich in "Blocks" speichern und können nachträglich nicht manipuliert werden. Falsche Bewerbungsunterlagen werden leicht aufgedeckt.

 

3. Green Recruiting überzeugt Young Professionals

Green Recruiting nimmt seit „Fridays for Future“ bei Personalabteilungen einen neuen Stellenwert ein. Die Generation, welche kurz vor dem Start ins Arbeitsleben steht, ist wachsam geworden, wenn es um das Klima geht. Sie interessiert sich dafür, wie nachhaltig ein Unternehmen handelt, und trifft die Auswahl ihres Arbeitgebers auch nach diesem Gesichtspunkt. Unternehmen, die sich etwa für den Umweltschutz einsetzen, zum Beispiel mit nachhaltiger Produktion, ökologischen Reisevorgaben (ausschließlich Zugreisen innerhalb Deutschlands und Österreichs) oder Unternehmens-Rädern, sollten dies kommunizieren und in die Employer-Branding-Strategie aufnehmen. Überzeugend wirkt auch, wenn Unternehmen den Recruiting-Prozess umweltfreundlich gestalten und dies als Wettbewerbsvorteil propagieren: Papierverzicht, virtuelles Kennenlernen mit Erstgesprächen per Skype, nachhaltige Geschenke auf Messen und die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind nur einige Beispiele.

 

4. Virtual Reality erweitert Employer Branding

Virtual Reality wird im Personalwesen bislang vor allem im Recruiting, Onboarding und Training eingesetzt. In 2020 werden wir deutlich häufiger VR-Anwendungen als Erweiterung zu den klassischen Unternehmensvideos im Employer Branding erleben. Auf Recruiting-Messen können Bewerber damit virtuelle Rundgänge im Unternehmen machen und erhalten einen authentischen Eindruck von Büros, Abteilungen und Mitarbeitern. Kandidaten können sich spielerisch über die einzelnen Unternehmensbereiche informieren und mit künftigen Kollegen in Interaktion treten. Das Potenzial von VR im Recruiting ist noch längst nicht ausgereizt.

 

5. Künstliche Intelligenz im HR wird Mainstream

Künstliche Intelligenz und KI-Tools zur Beschleunigung und Optimierung des Recruiting-Prozesses werden 2020 und darüber hinaus schrittweise zum Mainstream. Die Anwendungen werden immer vielfältiger und leistungsfähiger und können über Cloud-Services auch von kleineren mittelständischen Unternehmen eingesetzt werden. Die Vesterling AG setzt KI bereits seit einigen Jahren erfolgreich unter anderem zur Einstufung und Vorselektion von Kandidaten ein.

 

6. Mehr Budget für Recruiting

Es ist logisch: In einem ständig enger werdenden Kandidatenmarkt und einem intensivierten Kampf um die richtigen Bewerber reichen die bisherigen Budgets nicht aus. Es muss mehr ins Recruiting investiert werden, um Gefahren für die Geschäftsentwicklung zu bannen. Der Fachkräftemangel hindert Unternehmen daran, die Produktion und Umsätze zu steigern. Ressourcen werden vor allem in externe Recruiting-Spezialisten und in Active Sourcing investiert, da der Bewerbungseingang über teure Stellenanzeigen weiterhin rückläufig ist.

 

7. Hinwendung zu externen IT-Recruiting-Spezialisten

Informationstechnologie wird zum neuralgischen Erfolgsfaktor für Unternehmen und passende IT-Mitarbeiter sind immer schwieriger zu finden. In 2020 werden daher noch mehr Unternehmen auf die Vorteile von externen IT-Recruiting-Spezialisten zurückgreifen. Sie springen da ein, wo Fach- und Führungskräfte aus der IT für Unternehmen nicht erreichbar sind. Es gibt in Deutschland laut BITKOM-Studie 80.000 offene IT-Stellen. Die Unternehmen stehen in großer Konkurrenz um die wenigen verfügbaren IT-Experten. IT-Personaldienstleister können mit IT-Fachkenntnissen, ihrer Expertise bei der Suche und ihrem großen Netzwerk die Lücke füllen und neue Mitarbeiter gewinnen.

 

8. Fachkräftemangel in Recruiting-Abteilungen

Der Arbeitskräfteengpass führt auch zu einem Fachkräftemangel bei Recruitern. Es werden zunehmend Mitarbeiter eingestellt, die das Anforderungsprofil zunächst nicht umfassend erfüllen. Sie werden für ihre Aufgabe weitergebildet. Nicht immer geht die Rechnung auf, denn die Identifikation mit der Unternehmenskultur zählt bei diesen Spezialisten besonders und kann nicht angelernt werden. Um Kosten zu sparen, werden in Personalabteilungen gerne auch Praktikanten und Werkstudenten eingesetzt, die sich um das Recruiting kümmern. Unsere Empfehlung: Falsche Einstellungen kommen teuer zu stehen; daher besser nicht an der Qualifikation von Recruitern sparen.
Die Berater der Vesterling AG beispielsweise, haben ein der Spezialisierung entsprechendes technologisches Studium absolviert und können auf eine langjährige Berufs- und Führungserfahrung in den Branchen IT oder Engineering verweisen.

Gerne unterstützen wir Sie. Vereinbaren Sie ein kostenfreies, unverbindliches Erstgespräch unter Tel.: +49 (89) 411114-0.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.Weitere Informationen