Strukturiertes, kompetenzbasiertes Interview

 

Bei der Methode des kompetenzbasierten Interviews für potenzielle Führungskräfte gilt es die persönlichen Charakteristika, Fähigkeiten, Interessen und Ziele des Kandidaten heraus­zufiltern, die ihn zur Führung von Menschen befähigen. Aus diesen Informationen werden dann Schlüsse über den „fit“ zwischen Bewerbern und Führungsrolle abgeleitet.

Ablauf:

1. Gesprächsbeginn:

  • Begrüßung
  • Kontaktaufbau
  • Überleitung zum Interview

2. Selbstvorstellung Bewerber:

  • Beobachtung: Verhalten, Stil und Werte
  • Themen: Berufserfahrung, zukünftige Erwartungen etc.
  • Abschnitte des Lebenslaufs: Ältere Abschnitte kürzer, jüngere und für die künftige Führungsposition relevante ausführlich
  • Aktuelle Rolle(n), nennenswerte Projekte und Erfahrungen

3. Realistische Tätigkeitsinformation:

  • Informationen über Tätigkeit, Anforderungen und Unternehmen
  • Relevante fachliche Aspekte

4. Berufsorientierung / Organisationswahl:

  • Fragen zu berufsbezogenen Interessen
  • Persönlicher Hintergrund
  • Selbsteinschätzung

5. Biographiebezogene Fragen:

  • Vergangenheitsbezug
  • Abfrage der Realität und des typischen Verhaltens

6. Kompetenzorientierte Fragen:

  • Motivation für die Führungsrolle
  • Erfolgskritische Situation und Verhalten des Kandidaten
  • Fokus auf die für das Unternehmen wesentlichen Führungskompetenzen

7. Freier Gesprächsteil:

  • Situative Fragen seitens Interviewer,
    nicht standardisiert

8. Gesprächsabschluss:

  • Gelegenheit für Bewerber, Fragen zu stellen
  • Informationen über weiteres Vorgehen
  • Klärung organisatorischer Fragen

 

 

 

 

 

Interviewtechniken:

  • Biographische & episodische Fragen:
    Konkrete Verhaltensbeispiele der Vergangenheit werden erfragt, ausgehend von einer Situation bis zum genauen Schildern der einzelnen Verhaltensaktionen und der sich daran anschließenden Auswirkungen.
  • Selbstreflektorische Fragen:
    Aufbauend auf konkreten Erlebnissen wird der Befragte aufgefordert, über das Gesagte zu reflektieren, also die Deutung und Interpretation selbst vorzunehmen.
  • Systemische Fragen:
    Systemische Fragen können sehr hilfreich sein, bei festgefahrenen Situationen dazu anzuregen, neue – und oft überraschende – Sichtweisen zu erfragen. Dies kann mit hypothetischen Fragen, zirkulären Fragen und Skalierungsfragen erreicht werden.
  • Sokratischer Dialog:
    Über anhaltendes Nachfragen über den Hintergrund einer Aussage wird eine stetige Vertiefung in die Thematik und letztlich die Ebene der Einstellungen und Motive erreicht.

 

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.Weitere Informationen