Personaldienst-leistungen

  • HR Prozessberatung
  • Beratung in der Organisations-entwicklung
  • HR Outsourcing
  • Executive Search
  • Recruiting
  • Vermittlung von Freiberuflern
  • Research
  • Interim Management
  • Nachfolge­regelung
  • Mergers & Acquisitions
  • Outplacement oder Newplacement
  • Karriereberatung

Wer verantwortet das Personalmanagement in Unternehmen?

  • Geschäftführung: 54,5%
  • Personalbteilung mit < 5 Personen: 28%
  • Führungskräfte in Linie: 10,3%
  • Personalabteilung mit > 6 Personen: 7,2%

Quelle: TU Dresden, 2015

Personalberatung

Was tut eine Personalberatung? In welchen Fällen lohnt es sich, eine Personalberatung hinzuzuziehen? Welche Kriterien helfen bei der Auswahl? Und was kosten Personaldienstleister üblicherweise?

Der Begriff Personalberatung bezeichnet sowohl eine Unternehmensform als auch einen bestimmten Tätigkeitsbereich. Als solche wird eine Unternehmensberatung definiert, welche eine betriebswirtschaftliche Beratung im Bereich Personal abdeckt  und üblicherweise als externer Dienstleister Firmen und Konzerne bei deren Personalfragen beratschlagt, analysiert und unterstützt.

Als Personalberatung wird andererseits die Dienstleistung der beratenden Tätigkeit als Unternehmenszweck betreffend Personalthemen beschrieben. Die Personaldienstleistungen einer Agentur umfassen für gewöhnlich die Segmente HR Prozessberatung, Personalsuche, Beratung in der Organisationsentwicklung, HR Outsourcing, Executive Search oder Headhunting, Recruiting sowie die Vermittlung von Freiberuflern, Research, Interim Management, Nachfolgeregelung, Mergers & Acquisitions, Outplacement oder Newplacement sowie Karriereberatung.

Die Begriffszuordnungen rund um die Personalsuche und -beratung sind mannigfaltig. Es gibt viele Bezeichnungen wie etwa Personaldienstleister, Personalvermittler, Consultant, Executive Search oder Direktansprache für Führungskräfte, Headhunter, Arbeitsvermittler, Direct Search oder Personalcoach. Weiterführende Definitionen finden sich in entsprechenden Wirtschaftslexika, zum Beispiel Gabler (Prof. Dr. Thomas Bartscher):

Personalberatung

Viele Firmen setzen mit zunehmender Spezialisierung und dem Fachkräftemangel bei der Suche nach geeigneten Fach- und Führungskräften für Ihre Vakanzen auf externe Berater für die Personalsuche.

 

„Teil der Managementberatung, bei der ein Personalberater einen Personalsuchauftrag für eine bestimmte zu besetzende Position erhält. Die Mitwirkung eines neutralen, geschulten Beraters soll das Risiko einer Fehlentscheidung verhindern. Die Kosten trägt der Auftraggeber.“ (Gabler) oder in Wikipedia: „Eine Personalberatung berät Unternehmen bei deren Suche und Auswahl von Fach- und Führungskräften. Sie umfasst die Begleitung von Findungsprozessen, die Gestaltung und Durchführung von Beurteilungsmaßnahmen, die Personalentwicklung, Vergütungsberatung, das Personalmarketing, die Betreuung in der Organisations(-entwicklung) sowie strategische und konzeptionelle Fragestellungen in der Personalarbeit.“ (Wikipedia)


In welchen Fällen sollte eine Personalberatung hinzugezogen werden?

Die Mitarbeiter sind für Arbeitgeber ein strategischer Wettbewerbsfaktor in einem Arbeitsmarkt, der langfristig von einem Mangel ans Spezialisten und Executives gekennzeichnet ist. Man spricht hier gerne vom sogenannten War for Talents. Arbeitgeber befinden sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts in einem globalen Wirtschaftsumfeld und zunehmender Spezialisierung mit raschen technologischen und gesellschaftlichen Umwälzungen, wie etwa dem demografischen Wandel und der Digitalisierung. Dies stellt komplexe Anforderungen sowohl an Management als auch an Personalabteilungen, die nicht immer ohne externe Unterstützung gelöst werden können. Recruiting- und Personal-Berater können durch Ihren Arbeitsmarktüberblick, den Einblick in Lösungswege bei anderen Firmen und die Vernetzung zu Arbeitnehmern mit unterschiedlichen Qualifikationen eine gute Ergänzung zum firmeninternen Personalmanagement bieten. Durch ihre Vernetzung haben Spezialisten die Möglichkeit, bei der Personalsuche auch auf den verdeckten Arbeitsmarkt zuzugreifen und latent wechselwillige Arbeitnehmer zu einem Stellenwechsel zu bewegen.

 

 

 

 

Darüber hinaus ist die Praxis in vielen Betrieben gekennzeichnet von einer zunehmenden Dezentralisierung der Personalarbeit auf Fachabteilungsverantwortliche aufgrund geringer Kapazitäten in der Personalabteilung oder anderer Ursachen. Aktuell ist dies bei über 10 Prozent der Unternehmen der Fall. Hier werden in der Folge von Abteilung zu Abteilung unterschiedliche Maßstäbe an die Personalselektion gelegt. Externe Berater können Personalabteilungen bei einzelnen Aufgabenbereichen ergänzen, eine professionelle, stringente Umsetzung zum Beispiel bei der Suche nach Kandidaten gewährleisten und damit interne Ressourcen schonen. Das Personalmanagement wird laut einer Studie der TU Dresden von 2015 in mehr als der Hälfte der befragten Betriebe (54,5%) von der Geschäftsführung verantwortet. 28% haben eine eigene Personalabteilung mit bis zu 5 Mitarbeitern. In 10,3% der befragten Unternehmen sind die Führungskräfte der Linie für Aufgaben des Personalmanagements hauptverantwortlich. In 7,2% der Fälle besteht die Personalabteilung aus mehr als 6 Mitarbeitern. (Siehe: TU Dresden, Befragung bei 648 Arbeitgebern)


Auswahlkriterien für Personalberatungen

Was zeichnet einen guten Personalberater aus?

Wie lässt sich erkennen, ob ein Berater die benötigte Eignung mitbringt? Hilfreich ist natürlich eine fundiertes Studium sowie eine langjährige Lebens- und Berufserfahrung, in welcher sich der Berater die erforderlichen Kenntnisse angeeignet hat. Bei Ausrichtung auf spezifische Branchen oder Berufsgruppen ist die entsprechende Spezialvertiefung natürlich erforderlich. Neben den genannten Merkmalen sind aber auch ausgeprägte Soft Skills Kennzeichen guter Personal-Spezialisten. Hinweise können die Verhaltensregeln des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) geben. Hillebrecht und Peiniger haben eine interessante Liste verschiedener Soft Skills für Headhunter zusammengestellt. Dazu auszugsweise einige Ansprüche:

  • Interesse für Menschen
  • Denken in Beziehungen und gutes Vorstellungsvermögen
  • Offener, kommunikativer und extrovertierter Charakter
  • Interesse für Zwischenmenschliches
  • Seriöser, vertrauenserweckender Auftritt
  • Sorgfalt und Wahrhaftigkeit
  • Einfühlungsvermögen und respektvolles Verhalten
  • Kritikfähigkeit
  • Flexibilität im Umgang mit neuen oder kritischen Situationen

Welche Kriterien helfen bei der Auswahl einer Personalberatung?

Es gibt für Personaldienstleister keinen Berufsbezeichnungsschutz und keine gesetzlich geregelte Berufsordnung. Entsprechend unterschiedlich ist die Qualität und der Erfahrungsgrad von Personalberatern. Folgende Kriterien können bei der Auswahl hilfreich sein:

 

  • Branchenerfahrung
  • Tätigkeitserfahrung und Spezialisierungen
  • Dienstleistungsportfolio
  • Unternehmensgröße und Erfahrung am Markt
  • Relevante Referenzen von Klienten
  • Beziehungsnetz in der Branche
  • Qualität und Ausbildung der Berater
  • Projektplanung
  • Reporting
  • Kompatibilität in Geschäftsverständnis und Kommunikation
  • Organisation der Geschäftsprozesse
  • Angebots- und Vertragslegung
  • Honorarstruktur und Gestaltung von Nebenkosten

 

 

 

Was kosten Personalberater?

Externe "Headhunter" werden oft als kostengünstigere Ergänzung zur internen Personalabteilung hinzugezogen, insbesondere wenn rekrutiert werden soll. Sie übernehmen in den häufigsten Fällen die Aufgabenstellungen der Personalbeschaffung (Active Sourcing, Research, Vorselektion, Assessment und Präsentation). Die Honorare von Personaldienstleistern bemessen sich in der Regel am Jahreszielgehalt der vermittelten Kandidaten. Je nach Umfang und Schwierigkeitsgrad der Suche (Karrierestufe, Technologie, Branche, Land, Region) werden Honorarsätze zwischen 18% und 30% fällig. Im Executive Search für Führunskräfte sind Honorarsätze über 30% durchaus üblich. Bei vielen Personalberatern sind zudem Anzeigen- und Reisekosten hinzuzurechnen.

Wie groß ist der Markt für Personalberater in Deutschland?

In Deutschland lag der Branchengesamtumsatz für Personalberatungen im Jahr 2015 bei 1,8 Milliarden Euro. Für 2016 wird eine Umsatzplus von 8,4 Prozent und ein Jahresumsatz von 1,95 Milliarden Euro erwartet. 6.650 Personalberater und rund 2.000 Personalberatungen haben im Jahr 2015 57.400 Kandidaten vermittelt. 2016 dürfte die Grenze bei der Besetzung von Vakanzen 60.000 überschreiten.


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