10.10.2018
Beratung, Karriere

Vom Mitarbeiter zum Chef – Fachkräftemangel durch Personalentwicklung bekämpfen

Zunehmend sind Unternehmen nicht mehr in der Lage, hochkarätige Positionen zu besetzen. Viele setzen daher auf die Unterstützung spezialisierter Personalberatungen, um qualifizierte Fachkräfte zu finden. Ein anderer Weg führt über die Weiterentwicklung geeigneter Potentialträger innerhalb des Unternehmens. In welchen Bereichen Coaching eingesetzt wird, was Sie als Personaler bei der Coach-Auswahl beachten sollten und warum sich ein solches Investment für Unternehmen lohnt.

 

Besonders leitende Manager sind gefordert, ihre Mitarbeiter in der schnelllebigen und von hohen Anforderungen geprägten Arbeitswelt verantwortungsvoll zu führen, Potentialträger zu erkennen und ebenso die Herausforderung des Selbstmanagements nicht zu vernachlässigen. Zur Förderung und Unterstützung der Manager setzen Personaler vermehrt Coachings ein. Diesen Trend bestätigt auch die Studie „Coaching: Erfolgreiches Instrument der Personalentwicklung?“ von Xing und der Universität Salzburg. Noch vor fünf Jahren befassten sich demnach weniger als ein Drittel der Personaler aktiv mit Coaching-Angeboten. Heute investiert knapp die Hälfte aller befragten Personaler in dieses Thema. Den Schwerpunkt der Nachfrage bilden aktuell Coachings für Führungskräfte. Weitere Adressaten sind jedoch auch Teamleiter, Nachwuchs-Führungskräfte und Potentialträger.

 

Coach veranlasst fachliche und persönliche Entwicklung der Führungskraft

Auch für die Consultants der Vesterling Personalberatung gehört die Suche und Einschätzung geeigneter Fachkräfte für ihre Klienten zum Tagesgeschäft. Im Austausch mit Auftraggebern zeichnet sich hierbei ebenso der Trend ab, dass Coaching-Angebote für Führungskräfte stark nachgefragt sind. Vesterling kann hierfür auf den erfolgreichen Führungskräftetrainer und Management-Coach Oliver Schilling zurückgreifen. „Unternehmen wenden sich im Rahmen von unterschiedlichsten Anlässen an Coaches“, weiß Schilling. Neben fachlichen Entwicklungen können ebenso persönliche oder soziale Entwicklungen im Laufe des beruflichen Werdegangs eines Mitarbeiters im Fokus stehen.

 

Oliver Schilling ist Führungskräftetrainer und Management-Coach

Oliver Schilling, Führungskräftetrainer und Management-Coach

Coaching steigert Loyalität der Fach- und Führungskräfte zum Unternehmen

Business Coachings werden von Unternehmen unterschiedlichster Branchen und Größenordnungen eingesetzt. Bei professioneller Umsetzung lohnt sich das Investment für Unternehmen, denn diese nachhaltige Form der Personalentwicklung kommt der gesamten Organisation zugute und stärkt den langfristigen Unternehmenserfolg. Die sehr persönliche Ebene, auf der solche Coachings durchgeführt werden, trägt zudem positiv zu einer stärkeren Bindung der Führungskraft an das Unternehmen bei. „Einer der grundlegendsten Erfolgsfaktoren ist daher meiner Meinung nach Vertrauen“, hebt Schilling hervor. „Selbst wenn es um fachliche Themen geht, muss die Chemie stimmen.“ Nur auf einer entsprechenden Vertrauensbasis könne der Trainer seinen Coachee dazu bewegen, bestimmte Sachverhalte zu reflektieren und die Eigenverantwortung für sein Handeln und deren Konsequenzen verdeutlichen.

 

Konjunktiv-Träumer sind in der Führungsetage fehl am Platz

Mit selbstreflexionsfördernden Maßnahmen begleitet der Coach seinen Coachee bei der Entwicklung von eigenen Lösungen. Am häufigsten wird Coaching eingesetzt, um Führungskompetenz und -verhalten zu verbessern oder den nächsten Entwicklungsschritt hin zu einer neuen Funktion oder Aufgabe anzuleiten, zum Beispiel eine Unternehmensnachfolge. „Eine Führungskraft ist besonders darin gefordert, sich in seiner Funktion und seiner Rolle zu reflektieren“, betont Oliver Schilling. Entscheidend seien die Bereiche Selbstbewusstheit, -verantwortung und -vertrauen sowie Führungsprinzipien, -stile und -instrumente. „All diese Themen stellen gleichermaßen Coaching-Inhalte dar“, führt Schilling aus. Der Mitarbeiter müsse sich beispielsweise darüber klar werden, welche Werte er verfolgt und mit welchen Führungsprinzipien oder -stilen er bestmöglich situativ auf seine Mitarbeiter eingehen kann. „Besonders in den Führungsebenen von Unternehmen sind Konjunktiv-Träumer fehl am Platz“, stellt der Coach heraus. „Menschen, die mit Selbstvertrauen führen, benötigen in ihrem Wortschatz kein ‚wir müssten‘ oder ‚wir sollten‘“, schließt Schilling. Ein weiterer Coaching-Bereich betrifft die Aufgabendelegation, denn nicht einmal Topmanager müssen alles können. Sie sollten jedoch sich selbst und andere Mitarbeiter einschätzen können. Dann können Schwerpunkte hinsichtlich ihrer Tätigkeiten gelegt und Verantwortlichkeiten neu geordnet werden.

 

Best-Practice bei Vesterling: Vom Mitarbeiter zum Chef

Erst kürzlich wünschte ein Klient der Vesterling Personalberatung ein Coaching für einen vielversprechenden Potentialträger der Firma. Für diesen innovativen Klienten aus dem Technologieumfeld hat die Vesterling Academy ein mehrteiliges „Einzelcoaching intensiv“ mit IT-Schwerpunkt ausgearbeitet. Der erneut von Vesterling eingesetzte Führungskräftetrainer und Management-Coach Oliver Schilling hat den Mitarbeiter des namhaften Unternehmens in einem viertägigen Einzelcoaching auf seine neue Rolle als leitender Manager vorbereitet. Ziel war es, den Übergang vom Mitarbeiter zum Chef optimal zu unterstützen und den Coachee für Führungsarbeiten aufzubauen. „Auf Basis des sehr guten Vertrauensverhältnisses in diesem Coaching entwickelte sich von Anfang an ein wertvolles Zusammenspiel zwischen dem Coachee und mir“, meinte Schilling. Dadurch brachte der Coachee eigenständig neue Themen ein, die der Berater aufgreifen, weiterentwickeln und in seine Inhalte integrieren konnte. „Die anregende und inspirierende Zusammenarbeit wird dem Mitarbeiter zweifellos auf seinem künftigen Berufsweg als Führungskraft Unterstützung bieten“, resümierte Oliver Schilling.

 

Maßgeschneiderte Coachings in IT & Engineering

Die Vesterling Academy bietet maßgeschneiderte Coaching-Angebote mit Schwerpunkt auf Mitarbeiter aus den Branchen IT und Engineering an. Um das jeweilige Unternehmen hinsichtlich Trainingsinhalten und Zielsetzung professionell zu unterstützen, wird bei der Trainingskonzeption besonderer Wert auf die Einbindung des Unternehmens gelegt. Dies schließt eine detaillierte Besprechung von Aufbau und Inhalten des Trainings ein. Basierend auf Erfahrungs­werten wählt die Academy einen Coach mit einschlägigem Branchen-Know-how aus ihrem Trainer-Pool aus.

 


Weltweit gibt es rund 53.000 Business Coaches mit unterschiedlicher Qualifikation und Ausbildung. Bei der Auswahl Ihres Coaches sollten Sie daher folgende Punkte beachten:

 

  • Referenzen einholen und Empfehlungen vertrauen: Setzen Sie auf Experten aus Ihrem Umfeld oder fragen Sie nach Erfahrungen ihres Netzwerks oder Kollegen, die bereits ähnliche Projekte erfolgreich durchgeführt haben.
  • Nachhaltiger statt schneller Erfolg: Coaches die schnelle Erfolge versprechen, sollten Sie meiden. Coaching-Erfolge sind für das Unternehmen erst Monate nach dem Coaching ersichtlich. Ein erfahrener Berater nutzt Techniken und Übungen, um Denkprozesse anzustoßen und für das Unternehmen langfristig fruchtbar zu machen.
  • Auf eine fundierte Ausbildung setzen: Der Berater sollte neben einer entsprechenden Qualifikation wie z.B. einer systemischen Beraterausbildung oder Coaching-Ausbildung auch relevante Praxiserfahrung durch Unternehmensreferenzen nachweisen können.
  • Vertrauensbasis zwischen Coach und Mitarbeiter: Coach und Coachee sollten auf menschlicher Ebene harmonieren. Das lässt sich einfach mit Hilfe eines unverbindlichen Vorgesprächs beurteilen.
  • Einbindung des Teilnehmers in den Entscheidungsprozess: In den meisten Fällen erfolgt ein Coaching auf Initiative des Unternehmens. Der entsprechende Mitarbeiter muss daher bezüglich der Hintergründe und den Zielen des Coachings eingehend ins Bild gesetzt und in die Planungen einbezogen werden.
  • Kostentransparenz: Kann der ausgewählte Coach die Kosten seiner Leistung transparent benennen? Bereits beim ersten Termin sollte der Personaler wissen, welche Kosten auf das Unternehmen zukommen. Dabei hilft die Einforderung einer schriftlichen Vereinbarung mit Stundenaufwand und Leistungsübersicht.

 

 

Weiterführende Informationen:

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